„Bitter“ ist einer der fünf Geschmacksrichtungen, neben süß, salzig, sauer und umami.

Bitterstoffe sind meist wenig beliebt, vor allem bei Kindern. Evolutionär bedingt ist uns eine tendenzielle Aversion gegenüber Bitterem angeboren, denn auch giftige Pflanzen schmecken z. B. bitter. Die Bitterstoffe zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und werden von der Pflanze gebildet, um sie vor Fraßfeinden zu schützen.

Gut zu wissen: Die Toleranz für Bitteres kann man sich angewöhnen. Indem man bewusst häufiger auf bittere Gemüse- oder Salatsorten zurückgreift erhöht sich die individuelle Toleranzgrenze. Ein anschauliches Beispiel für die Toleranzentstehung gegenüber Bitterstoffen ist Kaffee, denn obwohl auch dieser viele Bitterstoffe enthält, wird er von den meisten erwachsenen Personen gerne getrunken.

Warum man sich mit bitteren Geschmäckern anfreunden sollte? Da Bitterstoffe zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen, gehen von ihnen positive Wirkungen auf unsere Gesundheit aus. Die Einflüsse von Bitterstoffen sind vielfältig. Zum einen können Bitterstoffe eine antioxidative Wirkung entfalten, zum anderen ist auch ein positiver Effekt auf die Verdauung möglich, da Bitterstoffe die Produktion von Gallen- und Magensaft anregen. Weiters können Bitterstoffe gezielt zur Reduktion von Heiß- und Süßhunger eingesetzt werden.

Eine bewusste Auswahl von bitteren Gemüse- und Salatsorten verbessert gleichzeitig auch die Lebensmittelvielfalt am Teller. Es zahlt sich also aus, häufiger auch auf bittere Lebensmittel zurückzugreifen!Besonders viele Bitterstoffe sind in den folgenden Lebensmitteln enthalten:

Gewürze wie Kardamom, Anis, Thymian, Kurkuma, Zimt

  • Gewürze wie Kardamom, Anis, Thymian, Kurkuma, Zimt
  • Kohlsprosse
  • Salate wie Endivie, Radicchio, Rucola, Chicorée
  • Mangold, Melanzani
  • Artischocke, Ingwer, Oliven, Kapern
  • Grapefruit
  • Wildkräuter wie Löwenzahn, Giersch, Wermut, Brennnessel